Geschichte:
Als engere Heimat des Owczarek Podhalanski(OP) gilt die Hohe Tatra.
Wenn die großen weißen Hunde auch seit Jahrhunderten in dieser Region beheimatet waren,so erfolgte
die züchterische Erfassung,die Erarbeitung eines Standards und die internationale Anerkennung der
Rasse erst in den letzten Jahrzehnten.Zuchtansätze gab es zwar schon zwischen den beiden Weltkriegen,
der 2.Weltkreig griff auch hier vernichtend in die Entwicklung ein.
Die internationale Anerkennung der Rasse erfolgte durch die FCI 1967.In Deutschland erscheinen die
ersten Angaben über die Rasse 1938 in einer Zeitschrift für Hundeforschung.Man bezeichnete die Hunde
als Goralenhunde.
Die ersten Tiere,die nach dem 2.Weltkrieg nach Deutschland gelangten,wurden im Kuvaszzuchtbuch
geführt,die Nachkommen als "Halbgoralen" bezeichnet.Erstmals unter dem Namen Owczarek Pod-
halanski wurden in den Jahren 1971 bis 1973 2 Rüden und 3 Hündinnen nach Deutschland eingeführt(ehemalige DDR).Im Sammelzuchtbuch des VDH ist die erste Eintragung1976,die Übernahme einer
Hündin aus dem Niederländischen Zuchtbuch.
Vorkommen und Verbreitung:
Neben Polen findet in den Niederlanden und seit den letzten Jahren auch in Deutschland die Rasse besondere Beachtung.Das schließt nicht aus,daß auch in anderen europäischen Ländern Tiere dieser
Rasse anzutreffen sind.Über Jahre hinaus wird man aber noch auf das polnische Rassepotential im Bezug
auf eine gesunde Weiterzucht zurückgreifen müssen!Die korrekte Einhaltung der Standardvorgaben muß
als Zuchtziel im Vordergrund stehen!
Verwendung:
In seiner Heimat werden vereinzelt noch frei arbeitende Tiere an der Herde beobachtet.Er wird aber auch als
Blindenführhund und im Katastrophendienst als Suchhund für durch Lawinen verschüttete Personen
erfolgreich eingesetzt.Bei uns wird der Hund überwiegend als attraktiver Begleit-und Familienhund gehalten.
Standard:
Starker,gut gebundener Hund,dessen Körperbau auf Kraft und Beweglichkeit schließen läßt.
Ruhig,nervenfest,gelehrig und sehr wachsam.Entsprechend erzogen,geflügelfromm und kinderfreundlich.
Im Format rechteckig,Widerristhöhe bei Rüden 65-70cm,Hündinnen 60-65cm.Der Kopf von passender
Größe wird mittelhoch getragen.Der Hirnschädel,von der Seite betrachtet ist etwas gewölbt,flache
Stirnfurche,deutlich ausgeprägter Stop.Starker Fabg.Nasen,Lefzenpigment und die Pigmentierung der
Augenumrandung schwarz.Kräftige gleichmäßig stehende Zähne,scheren-oder zangenförmig schließend. Dunkle, mittelgroße, etwas schräg eingesetzte Augen.Die Ohren in Höhe des hinteren Augenwinkles oder
gering höher angesetzt,sind ziemlich dick,dicht behaart und liegen mit der inneren Kante glatt am Kopf an.
Die Ohrenlappen sind beweglich.Der Hals ohne Wamme,ist muskulös und von mittlerer Länge.Die Halslinie erhebt sich über die Rückenlinie.Der Rumpf ist lang und massiv,der Widerrist deutlich ausgeprägt.
Gerader Rücken,Bauch nur leicht aufgezogen.Die Rute,üppig behaart und bis zum Sprunggelenk reichend,
kann leicht gebogen sein.In der Regel unter der Rückenlinie getragen,kann sie sich bei Erregung auch über
die Rückenlinie erheben,jedoch niemals über dem Rücken gerollt.Muskulöse,von vorn betrachtet,gerade
starke aber nicht zu schwere Vordergliedmaßen. Die Vorderfußwurzelgelenke sind leicht nach vorn gerichet.
Große ovale.zwischen den Zehen behaarte und geschlossene Pfoten.Starke,harte,dunkel pigmentierte Ballen,
dunkle stumpfe und starke Krallen.Leicht nach hinten gestellte Hintergliedmaßen,mäßig angewinkelt.
Hartes,reinweißes Haarkleid mit reichlich Unterwolle.Am Kopf,am Fang,der Vorderseite der Läufe kurz,am
Körper dicht und gerade,am Hals bildet sich eine dichte Halskrause.Auch die Schenkel sind lan und reichlich
behaart,die Rute buschig.
Im Wesen ausgeglichen,zurückhaltend und sehr intelligent.
Wie wünscht er sich sein Zuhause:
Er ist kein Hund für Halter,die eine Schutzhundausbildung fordern und absoluten Gehorsam und Unterordnung
verlangen. Er widdersetzt sich jedem Zwang.Was er macht,macht er aus Zuneigung.Schutzfunktionen braucht
man nicht anzuerziehen,die liegen in seinem Wesen. Hier ist Zurückhaltung in der Erziehung sogar anzuraten.
Der Hund ist nicht für die Zwingerhaltung geeignet,er will mit den Menschen leben und braucht den unmittelbaren Kontakt zu seinem Rudel,sprich seiner Familie.Ein Hund für naturverbundene Menschen,dei auch die
notwendige Zeit haben,mit dem Tier ausreichende Spaziergänge zu machen und die Freude an der
Beschäftigung mit dem Tier haben.
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